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Potenzialanalyse

Praxiserprobte Tipps, wie Sie Ihre besten Mitarbeiter treffsicher identifizieren und optimal fördern.

Unterthemen

1. Definition von Potentialkriterien
2. Nennung von Potentialträgern
3. Identifizierung von Potentialträgern
4. Teilnahme an Potentialanalyseverfahren
5. Entwicklungsgespräche nach der Potentialanalyse
6. Entwicklungsprogramme nach der Potentialanalyse
7. Entwicklungsfortschritte nach der Potentialanalyse
8. Stellenbesetzung nach der Potentialanalyse
9. Abstrakte Potenziale

Praxishilfen

Kernkompetenzen 
Präsentationsübung 
Rollenspiel 1 zum Mitarbeitergespräch 
Rollenspiel 2 zum Mitarbeitergespräch 
Rollenspiel 3 zum Mitarbeitergespräch 
Rollenspiel 4 zum Mitarbeitergespräch 
Rollenspiel 5 zum Mitarbeitergespräch 
Rollenspiel 6 zum Mitarbeitergespräch 
Portfolioanalyse für die Potentialanalyse 
Maßnahmen zur Potentialförderung 
Rollenspiel Mitarbeitergespräch 
Verhaltensnahe Beschreibungen 
Gutachten-Vorlage 
Fallstudie zum Personalmanagement 
Rollenspiel 7 zum Mitarbeitergespräch 
Rollenspiel 8 zum Kollegengespräch 
Rollenspiel Trennungsgespräch 
Muster eines AC-Gutachtens 
Rollenspiel 9 zum Mitarbeitergespräch: Neuausrichtung gegen Widerstände durchsetzen 
Rollenspiel 10 zum Mitarbeitergespräch: Mangelnde Leistungsfähigkeit 

Kaum eine Aufgabe ist wichtiger für ein Unternehmen als die besten Mitarbeiter zu identifizieren, zielgerichtet zu fördern und in neuen oder weiterführenden Aufgabenstellungen dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Insbesondere vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Mangels an qualifizierten Fach- und Führungskräften kommt dieser Aufgabenstellung eine gleichsam zukunftssichernde Bedeutung zu. Hier finden Sie die besten Vorgehensweisen, die Sie bei der Bewältigung dieser Aufgabe beachten sollten: von der qualifizierten Auswahl Ihrer Potentialträger über die Erfassung von Potentialen bis hin zur zielgerichteten Förderung.

Besonderheiten

Die sichere Identifizierung von Potentialträgern kann erst dann erfolgen, wenn klare Kritierien definiert wurden, was überhaupt Potentialträger sind, d. h. wie diese sich in welchen Situationen verhalten, welche besonderen Qualifikationen sie haben, kurz: woran man diese erkennen kann. Erst wenn diese Kriterien definiert worden sind, können Sie daraus die richtigen Instrumente zur Potentialanalyse ableiten, z. B. Diagnostische Fragebögen, Persönlichkeitstests, Strukturierte Interviews oder Assessment Center.

Vorgehensweise

Die typischen Einzelschritte zur Umsetzung einer systematischen Potentialanalyse sind:

    1. Die Definition und Kommunikation von Potentialkriterien
    2. Die Nennung von Potentialträgern
    3. Die Identifizierung von Potentialträgern
    4. Die Teilnahme an einem Potentialanalyseverfahren
    5. Das Führen eines Entwicklungsgesprächs
    6. Die Teilnahme an einem Entwicklungsprogramm
    7. Die Überprüfung des Entwicklungsfortschritts
    8. Die Stellenbesetzung
Diese Schritte finden Sie näher in den Unterthemen beschrieben.

Wirksamkeitsvoraussetzungen

Die Potentialanalyse geht immer auch mit der Frage nach ihrer Zielsetzung einher.

  • Geht es primär darum, die besten Mitarbeiter eines Bereiches systematisch für weiterführende Aufgaben in diesen Bereich zu entwickeln?

  • Oder sollen die so entwickelten Potentialträger im Rahmen einer definierten Personalstrategie auch unternehmensweit zum Einsatz kommen?
Mit diesen unterschiedlichen Zielsetzungen sind auch unterschiedliche Vorgehensweisen verbunden. Mit der ersten Fragestellung verbleibt die Potentialanalyse und -entwicklung eher im Einflußbereich der jeweiligen Führungskräfte in dem entsprechenden Bereich. Die zweite Zielsetzung setzt zwingend eine einheitliche Definition von Potentialträgern voraus, die als bereichsübergreifender Standard festgelegt und auch durch bereichübergreifende Institutionen überprüft wird. Zunächst sollte also unbedingt ein Konsens über die Zielsetzung der Potentialanalyse hergestellt worden sein.

Hilfsmittel/'Abkürzungen'

Die Potentialanalyse mit Hilfe des Assessment Center-Verfahrens ist mit einem großen Aufwand verbunden. Wir meinen aus der Praxis jedoch, daß sich dieser Aufwand lohnt und kaum zu umgehen ist. Schließlich geht es nicht nur darum, valide Aussagen über Potentiale zu machen, die dann die Karriere eines Einzelnen in diesem Unternehmen maßgeblich beeinflussen werden, sondern auch die Akzeptanz aller Beteiligten sicher zu stellen. Insbesondere wenn die Potentialanalyse Teil der Personalstrategie ist, gibt es für das Mehr-Augen-Prinzip und der damit erreichten Sicherstellung eines bereichsübergreifenden Standards keine echte Alternative.

Soll mit Hilfe der Potentialanalyse jedoch lediglich der Entwicklungsbedarf von Mitarbeitern für weiter führende Aufgabenstellungen in einem Bereich festgestellt werden, reichen dazu häufig strukturierte diagnostische Interviews aus, die am besten von der jeweiligen Führungskraft und, als neutrale Instanz, der zuständigen Personalabteilung gemeinsam geführt werden.



Autor: Dr. Robert Degenhardt, Stand: 07.07.2007
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